Sonntag 16. März 2014

14:00 Uhr – Film

Schnupfen im Kopf

Schnupfen_im_Kopf

von Gamma Bak, 92 Min. deutsch, mit deutschen Untertiteln
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15:30 Uhr Kaffee und Kuchen

16:00 Uhr – Input Psychiatrie

Thema “Trialog – Demokratisierung der Psychiatrie”

Mit dem Trialog wird auf “neutralem Boden” die Möglichkeit eines gleichberechtigten Austausches zum Thema der psychischen Erkrankung zwischen Erfahrenen, Angehörigen und professionell Tätigen geschaffen. Mehr dazu

16:00 Uhr – Film

Vincent will meer

vincent_will_meer

von Ralf Huettener, 96 Min. deutsch, mit deutschen Untertiteln
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Schnupfen im Kopf – Beschreibung zum Film

Gamma Bak, Tochter ungarischer Eltern, die aus dem kommunistischen Heimatland fliehen mussten, bekam ihre erste Psychose 1995 nach dem Ende einer Liebesbeziehung. Seither lebt sie in einem fragilen Zustand ständiger Selbstbeobachtung und unter dem Einfluss starker Medikamente, deren Absetzung jedes Mal eine riskante Angelegenheit ist. In “Schnupfen im Kopf” stellt Gamma Bak, die schon seit vielen Jahren Filme macht, sich ihrer Situation in Form verschiedener “Selbstinterviews” und Gesprächen mit Freunden und Angehörigen.
Daraus entsteht die unerschrockene und mutige, ebenso intime wie politische Beschreibung eines “verrückten” Lebens, in dem eines gerade nicht mehr erlaubt ist: einfach ein bisschen “verrückt und durchgeknallt” sein dürfen. Diese leichtfertige Formulierung wird man nach “Schnupfen im Kopf” nicht mehr so dahin sagen, denn was gesunden Menschen als lockeres Spiel mit der Grenzüberschreitung erscheinen mag, ist für psychisch kranke Menschen ein ständiger Kampf um ein Gleichgewicht, dem Gamma Bak einen beeindruckenden Film abgerungen hat.

 vincent will Meer – Beschreibung zum Film

Nachdem seine Mutter gestorben ist, wird Vincent von seinem Vater in ein Heim  abgeschoben, weil er unter dem Tourette-Syndrom leidet. Doch Vincent hat den  letzten Wunsch seiner Mutter nicht vergessen: sie wollte einmal das Meer sehen.  Zusammen mit der magersüchtigen Marie, seinem an Zwangsstörungen leidenden  Zimmergenossen Alexander und einer Dose mit der Asche seiner Mutter entschließt  er nun, endlich ans Meer zu fahren. Nachdem sie das Auto der Heimleiterin  entwendet haben, folgt eine Katz und Maus Spiel Richtung italienische Küste.

 Der Trialog

Mit dem Trialog wird auf “neutralem Boden” die Möglichkeit eines gleichberechtigten Austausches zum Thema der psychischen Erkrankung zwischen Erfahrenen, Angehörigen und professionell Tätigen geschaffen.

Ziel ist, die unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Gruppen zu respektieren und durch den Erfahrungsaustausch voneinander zu lernen. Bereits lange wird der Trialog in den sogenannten Psychoseseminaren praktiziert.

Trialog meint jedoch nicht nur das Durchführen und Abhalten von Seminaren; der Trialog soll auch in der Institution Psychiatrie als Haltung und Konzept gelebt werden. Im Zusammenhang mit der personenzentrierten Hilfeplanung, welche den individuellen Hilfebedarf und die Wünsche bez. der Behandlung des Betroffenen erfasst, transparent macht und auch mit diesem zusammen umsetzt, muss sich die Institution bewegen und flexibilisieren sowie demokratisieren. Die Betroffenen sollen zusammen mit den Angehörigen und den Fachpersonen die Behandlung, den Genesungsprozess bis zur Versorgungsplanung gemeinsam mitbestimmen können.

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